Zeit für Transzendenz

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Zeit für Transzendenz

BY RALPH M. C. KÄSBACH

Zeit für Transzendenz

Wer Bambus malen will,
muss ihn im Herzen haben.
(aus China)

Transzendenz (lateinisch: transcendentia „das Übersteigen) ist ein Begriff der im täglichen Sprachgebrauch eher seltener vorkommt. Bei Transzendenz geht es um den inneren Entwicklungsweg und um Spiritualität. In der Philosophie ist damit etwas gemeint, dass jenseits der möglichen Erfahrung, insbesondere der Erfahrung von Sinnesorganen ist.

Spiritualität wird oft als nicht existent abgelehnt. Menschen, die dies so formulieren, glauben, dass alles bewusst und rational durch Fakten oder Naturgesetze zu erklären ist. Mit zunehmender Lebenserfahrung – geprägt von nicht immer geplanten Lebenswegen – kommen dann doch oft Zweifel auf und es stellt sich die Frage: Ist da noch etwas anderes?

Es kommt dann die Zeit für Transzendenz und es beginnt oft die Suche nach Antworten auf Fragen jenseits unseres Bewusstseins.

Zeit für Transzendenz ist einfach auch ein Übergang unserer Wahrnehmung und unseres Wissens von der bewussten Sinneswelt in eine zwar gefühlte, geahnte und unbewusst vermutete Welt jenseits unserer Sinnesorgane – aber oft verdrängte Welt.

Unser spirituelles Bewusstsein und unser spiritueller Weg haben einen starken und deutlich wirkenden Anteil auf unsere Ausstrahlung – unser Charisma. Je deutlicher wir unsere Sehnsüchte kennen und ausleben, im realen Leben, umso mehr sind wir im Einklang mit uns im Jetzt und Heute.

Charismatische Menschen wirken auch ohne Worte, weil sie sich mit anderen Menschen auf einer anderen Ebene verbinden – gemeinsame Sehnsüchte verbinden enorm miteinander. Authentizität ist garantiert!

Zeit für Transzendenz nehmen heißt auch: Seine Sehnsucht nach höherem Wissen stillen!. Ist somit auch ein Bekenntnis, zu etwas Größerem – als zum Bespiel Reichtum und Karriere. Menschen die hier Ihren Sehnsüchten nachgehen beschäftigen sich also mit sich selbst – Ihrer inneren Ausrichtung, ganz gleich in welcher Form auch immer.

Jeder Mensch lebt in seiner Welt! Jeder Mensch sieht die Welt durch seine Brille! Geprägt werden wir dabei auch durch unser Umfeld. Wenn dies plötzlich wechselt fällt es uns manchmal wie Schuppen von den Augen, und wir ahnen: Da ist doch irgendetwas komisch und fühlt sich nicht rund an. Wir begeben uns auf die Suche nach Fragen und Antworten – und auch auf die Suche nach Gleichgesinnten.

Zeit für Transzendenz ist in der westlichen Welt im Alltag oft nicht von Hause aus im Tagesablauf eingeplant. Menschen die offen zugeben sich am Tag Zeit für Transzendenz zu nehmen wurden früher oft despektierlich angeschaut und als Spinner betitelt – mitunter auch heute noch. Hier trifft jeder seine beste Entscheidung – Heute!

Schaffen Sie sich Zeit für Transzendenz – am Anfang vielleicht nur fünf Minuten – zu möglichen Tageszeiten, z.B. nach dem Aufstehen oder vor dem zu Bett gehen. Kleben Sie sich kleine gelbe Zettel an Ihren Arbeitsplatz: Ich fühle mich gut– oder Ich liebe das Leben– oder Ich bin ein toller Mensch. Ein bisschen Humor darf dabei sein.

Zeit für Transzendenz nehmen, bedeutet: Zeit für sich haben!

Autor. Ralph M.C. Käsbach

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